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  1. Warum der Beipackzettel jetzt ins Netz darf

    10.05.2011 - 14:21

    Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass im Internet veröffentlichte Beipackzettel von verschreibungspflichtigen Medikamenten nicht als Werbung gelten. Hersteller dürfen sie – in unveränderter Form – online veröffentlichen. Es handelt sich nach Auffassung der Luxemburger Richter nicht um Werbung, weil ein Beipackzettel nicht dafür bestimmt ist, den Absatz zu steigern, sondern sachlich zu informieren. Entscheidend sei, dass die Information aktiv nachgefragt werde. Da Beipackzettel durch die Internetsuche gefunden würden, könne von einer „aktiven Nachfrage“ ausgegangen werden, die sich von Internet-Werbung auf Werbebannern oder in Popup-Fenstern unterscheide, die den Verbraucher „unvorbereitet“ treffe.
    Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes erweitert die Informationsmöglichkeiten des Verbrauchers und definiert die Auslegung einiger Begrifflichkeiten im Rahmen der Gesundheitskommunikation weiter. Ob es sich dabei allerdings bereits um einen „Durchbruch für die Freiheit der Information des mündigen Patienten“ handelt, wie eilige Kommentatoren vermeldeten, müssen weitere Entscheidungen zeigen.

  2. Best Ager und Silver Surfer im Gesundheitsweb

    12.10.2010 - 13:29

    Die aktuelle Spezialausgabe “Pharma-Marketing für Best Ager” des Branchenmagazins W&V verweist auch auf die Ergebnisse der MSL Gesundheitsstudie. Die Studie belegt, dass sich die Generation 50+ immer häufiger im Netz über Gesundheitsthemen informiert und sich auch in Foren und sozialen Netzwerken austauscht.