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Online-Foren: Heidelberger Ärzte bestätigen medizinischen Nutzen

07.06.2011 - 14:08

Online-Foren zu Gesundheitsthemen sind nicht nur ein Ort, um Informationen oder Meinungen auszutauschen, sie können auch echten medizinischen Nutzen haben. Das hat eine mehrjährige Untersuchung des Universitätsklinikums in Heidelberg ergeben, die jetzt  im renommierten „British Journal of Urology International“ veröffentlicht wurde.

Über 32 Monate untersuchten Urologen an der Universität Heidelberg,   wie sich die Besucher des Forums der größten Online-Selbsthilfegruppe für Prostatakrebs in Deutschland austauschen. Das zentrale Ergebnis: Der Austausch kann den Betroffenen helfen, sich für eine individuell richtige Therapie zu entscheiden.

Ausgewertet wurden über 1.600 Einzelbeiträge. Dabei standen die Aspekte Information, Ratschlag, und emotionale Unterstützung  im Mittelpunkt der Dialoge und Diskussionen. Nach Auffassung der Heidelberger Forscher ermutige diese Art der Kommunikation  Betroffene, sich aktiv mit ihrer Krankheit auseinanderzusetzen.

Negativ werteten die Heidelberger Urologen, dass häufig nur wenige Nutzer die Beiträge verfassten und mit ihrer Meinung andere Nutzer unverhältnismäßig beeinflussten.

Trotzdem: Die Ergebnisse der Heidelberger Studie unterstreichen  den Wert, den die Online-Kommunikation auch bei schwersten Erkrankungen haben kann. Nicht nur für den Patienten, sondern auch für den Arzt, der auf diesem Wege lernen kann, die Bedürfnisse und Sorgen seiner Patienten noch besser zu verstehen.