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Neues aus dem virtuellen Wartezimmer: Was Frauen möchten und Männer nicht mögen

14.12.2010 - 09:40

Surfen Frauen anders als Männer? Gibt es typisch weibliches oder männliches Verhalten im Internet? Zumindest im Gesundheitsweb lautet die Antwort: ja.
Frauen interessieren sich mehr für Gesundheitsthemen als Männer. Fast drei Viertel der Frauen informieren sich aktiv zu Gesundheitsfragen. Bei den befragten Männern tun das nur die Hälfte.

Obwohl Frauen im Vergleich zu Männern pro Tag nur gut halb so viel Zeit online verbringen (vgl. ARD/ZDF-Langzeitstudie Massenkommunikation 2010), nutzen sie das Internet häufiger als Quelle, um sich über Krankheiten, Therapien oder Medikamente zu informieren. Darüber hinaus suchen Frauen bei gesundheitlichen Problemen stärker den Austausch mit anderen Betroffenen.

Männer stehen Informationen aus dem World Wide Web, egal ob von Ärzten, Krankenkassen, Gesundheitsportalen, Pharmaunternehmen, u.a., skeptischer gegenüber. Frauen zeigen sich weniger kritisch und sind mit der Qualität der Internetangebote zufriedener als die befragten Männer.

Gleichauf liegen die Geschlechter, wenn es um die Auswirkungen von Online-Inhalten auf das eigene Verhalten geht. So geben 19 Prozent der Frauen und 22 Prozent der Männer an, aufgrund von Online-Informationen häufiger an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen. Ähnlich sieht es beim Thema „Gesunder Lebensstil“ aus: 23 Prozent der Frauen und 22 Prozent der Männer haben sich hierzu Informationen und Anregungen aus dem Internet geholt.

Auch bei der Medikamentenwahl spielt das Internet eine wichtige Rolle: 25 Prozent der Frauen ist durch das Internet auf bestimmte Medikamente aufmerksam geworden. Bei den Männern trifft das auf 20 Prozent der Befragten zu.

Grundsätzlich gilt: Die Hälfte der Frauen und knapp die Hälfte der Männer fühlen sich, durch Online-Angebote besser informiert. Obwohl Männer den Netz-Informationen kritischer gegenüber stehen, sind viele von Ihnen überzeugter, dass sie Informationen rund um das Thema Gesundheit mit Hilfe des Internets besser bewerten können.

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